Ende Oktober zog es den bekannten polesischen Angler und Fotografen Jurij Newmerzyzkyj mit der Spinnrute an den legendären Fluss Powtsch. Das herbstliche Angeln in Polesien hält in dieser Zeit immer Überraschungen bereit: Eigentlich auf Barsch aus, geriet der Angler unversehens in einen echten Hechtfang, begleitet von morgendlicher Feuchtigkeit und Herbstregen.

Der Fluss Powtsch ist eine der malerischen und mit Anglerlegenden umwobenen Lebensadern der Region Polesien. Klein, aber tückisch, verlangt er den Anglern einen besonderen Ansatz, Kenntnisse des Reviers und ein Verständnis der saisonalen Gewohnheiten der Fische ab. Während hier im Sommer kleine Barsche an der Pose wüten, zeigt sich der Fluss mit dem Einsetzen der Kälte von einer ganz anderen Seite.

Raubfischangeln im Herbst: Hechtfang und weite Würfe
Nach Jurijs Worten ist der Herbst eine besondere Zeit zum Angeln, in der das Wetter seine eigenen Regeln diktiert. Nieselregen und hohe Luftfeuchtigkeit schufen ideale Bedingungen für die Aktivität des zahnbewehrten Räubers.
„Im Sommer habe ich hier mit der Pose gesessen, da haben die Barsche den Wurm wie verrückt verschlungen. Aber die heutige morgendliche Feuchtigkeit und der Regen waren eine ganz andere Geschichte, eine Geschichte über den Hecht. Insgesamt gab es am Morgen etwa 10 Bisse. Es gelang mir, einen schönen Kilofisch sicher herauszuziehen“, teilt Jurij Newmerzyzkyj seine Eindrücke.
Das erfolgreiche Raubfischangeln im Herbst am Fluss Powtsch erforderte vom Spinnfischer eine entsprechende Auswahl an Ködern und Distanzen:
- Bester Köder: Der Favorit des Tages war ein 2-Zoll-Twister in einer leuchtenden „Möhren“-Farbe;
- Angeldistanz: Die Fische standen weit draußen vom Ufer, daher funktionierten kraftvolle Würfe von mindestens 40 bis 50 Metern;
- Aktivitätsfenster: Der Hauptbiss dauerte bis 11:00 Uhr morgens, danach ließ die Aktivität des Räubers nach.
Neben dem Hecht landeten auch ein paar Barsche in der Wertung des Anglers. Ganz ohne ärgerliche Aussteiger direkt vor den Füßen ging es zwar nicht, aber das steigerte nur den Nervenkitzel.

Fotojagd und Pläne für Friedfische
Um das Angeln mit der Fotokunst zu verbinden, hatte Jurij seine Kamera und mehrere Objektive eingepackt, um die herbstliche Magie Polesiens festzuhalten. Trotz der begrenzten Zeit gelang es ihm, rund zwei Dutzend helle und stimmungsvolle Aufnahmen der herbstlichen Natur auszuwählen.
Der Ausflug erwies sich als doppelt erfolgreich: Beim Wechsel der Standorte stieß der Spinnfischer auf einen vielversprechenden Friedfischplatz. Deshalb plant Jurij bereits Mitte der Woche an den Powtsch zurückzukehren, dieses Mal jedoch mit einer Stipprute.
Ein kompletter, stimmungsvoller Videobericht darüber, wie das echte Angeln in Polesien im Herbst aussieht, wird bereits im November auf dem YouTube-Kanal von Jurij Newmerzyzkyj erscheinen.





