Das Schloss Radomyschl im Wintergewand ist ein echtes Märchen inmitten der verschneiten Landschaften der Region Schytomyr. Das erhabene architektonische Ensemble, bedeckt mit Schnee, verwandelt sich in einen zauberhaften Ort, der Fotografen, Reisende und Verliebte aus der ganzen Ukraine anzieht.
Schloss Radomyschl: Winterzauber am Ufer der Myka
Was für ein Ort das ist
Das Schloss Radomyschl ist ein privater Museumskomplex in der Stadt Radomyschl im Rajon Schytomyr, dort, wo sich der Fluss Myka zum Papirnjanskyj-Teich ausdehnt. Seine Geschichte beginnt im frühen 17. Jahrhundert: In den Jahren 1612 bis 1615 wurde hier auf Befehl des Archimandriten des Kiewer Höhlenklosters, Jelyssij Pletenezkyj, eine Papiermühle errichtet, die Papier für die Druckerei des Klosters lieferte.
Im Jahr 1902 wurde auf den alten Fundamenten eine große Mühle gebaut, die bis in die 1960er Jahre arbeitete und danach verfiel. Im Jahr 2007 kaufte Olha Bogomolez die Ruinen der Mühle und restaurierte sie als Schlossmuseum. Der Komplex wurde am 30. September 2011 feierlich eröffnet, und später wurde auf dem Gelände auch die alte Papiermühle rekonstruiert. Im Winter erhält dieser Ort eine ganz besondere Magie.
Was das winterliche Schloss Radomyschl unverwechselbar macht:
- die architektonische Erhabenheit — Stein- und Ziegelwände bilden einen Kontrast zum weißen Schnee und sorgen für fotogene Aufnahmen;
- das verschneite Gelände — Alleen und Bäume im Schnee erinnern an die Kulisse eines historischen Films;
- die Eisschmuckstücke — Eiszapfen an den Dächern und die gefrorene Myka verleihen eine märchenhafte Note;
- das warme Licht der Fenster — die abendliche Beleuchtung schafft eine romantische Atmosphäre;
- die festive Dekoration — im Dezember und Januar wird das Schloss mit Weihnachtsanlagen geschmückt.
Die besten Locations für Winterfotos
1. Die Hauptfassade von der Seite der Myka. Ein klassischer Blickwinkel, der die gesamte Erhabenheit des architektonischen Ensembles vermittelt. Im Winter bilden das verschneite Ufer und die Eiszapfen am Dach eine ideale Komposition. Das beste Licht gibt es am frühen Morgen oder zur „goldenen Stunde“ vor Sonnenuntergang.
2. Der Innenhof. Der gemütliche Raum zwischen den Gebäuden des Schlosses verwandelt sich im Winter in ein echtes Wintermärchen. Antike Laternen, Bogenpassagen und verschneite Bänke sind die ideale Location für Porträtaufnahmen.
3. Die Brücke über die Myka. Die Fußgängerbrücke, die zum Schloss führt, sieht im Winter aus wie eine Kulisse aus einem Fantasyfilm. Man sollte das Eis besser nicht betreten: Seine Dicke kann trügerisch sein.
4. Das Panorama vom gegenüberliegenden Ufer. Von hier aus öffnet sich der Blick auf den gesamten Komplex zusammen mit dem Wasser. Besonders wirkungsvoll ist dieser Punkt bei Sonnenuntergang, wenn der Himmel rosa-violette Töne annimmt.
5. Die Ausstellungsräume mit Fenstern. Im Inneren des Schlosses gibt es Bereiche mit großen Fenstern, durch die weiches Winterlicht einfällt — ein wunderbarer Ort für stimmungsvolle Porträts vor dem Hintergrund der Exponate.
Amateurfotografie für den persönlichen Bedarf ist auf dem Gelände kostenlos, professionelle oder kommerzielle Aufnahmen müssen mit der Verwaltung abgesprochen werden.
Was es im Schloss Radomyschl zu sehen gibt
Museum der ukrainischen Hausikone
Der Hauptwert des Komplexes ist das Museum der ukrainischen Hausikone, das erste und einzige Museum dieser Art in der Ukraine und das weltweit erste private Museum für ukrainische sakrale Kunst. Die Ausstellung und die Bestände umfassen über 5.000 Ikonen und Skulpturen, die von Olha Bogomolez gesammelt wurden. Im Winter ist es in den gemütlichen Sälen besonders angenehm, die Ikonen zu betrachten, während draußen der Schnee fällt.
Papiermühle
Auf dem Gelände wurde eine alte Papiermühle rekonstruiert – eine Erinnerung daran, womit die Geschichte dieses Ortes begann. Hier werden Workshops veranstaltet, bei denen man nach alter Technologie eigenhändig ein Blatt Papier herstellen kann. Neben der Mühle am Fluss Myka steht seit 2009 ein Denkmal für Jelyssij Pletenezkyj.
Verliese und alte Fundamente
Ein besonderer Reiz des Schlosses Radomyshl sind die erhaltenen unteren Räumlichkeiten und Fundamente, auf denen das Gebäude ruht. Während der Rekonstruktion in den Jahren 2007–2011 stellte sich heraus, dass die Mühle auf den Resten eines älteren Mauerwerks errichtet worden war. Im Winter herrscht hier eine konstante Temperatur, und die Steingewölbe sorgen für eine geheimnisvolle Atmosphäre.
Weitere Bereiche
Der Komplex umfasst tropische Gewächshäuser, einen Konzert-, Konferenz- und Zeremoniensaal, einen Speisesaal, eine Insel im Teich sowie Übernachtungszimmer: die „Gästezelle“, das „Prinzessinnenzimmer“, das „Brautpaarzimmer“ und die „Fürstenzimmer“. Hier können eine individuelle Führung, ein Fotoshooting, eine „Nacht im Museum“ oder ein Wochenendausflug gebucht werden; die Bedingungen werden bei der Reservierung abgesprochen.
Winteraktivitäten
Im Winter wird das Schloss Radomyshl zu einem Ort für ganz besondere Veranstaltungen:
- Weihnachtsfeiertage – Weihnachtslieder, Vertep-Krippenspiele, Festtagsprogramme;
- Winter-Workshops – Herstellung traditioneller ukrainischer Amulette;
- theatralische Führungen – historische Persönlichkeiten erwachen in den Schlosssälen zum Leben;
- Fotoshootings in historischen Kostümen;
- Schlossspeisesaal – heiße Getränke und Gebäck nach einem Spaziergang in der Kälte.
Praktische Informationen für einen Winterbesuch
Anreise
Radomyshl liegt etwa 100 km von Kiew und 50 km von Schytomyr entfernt, unweit der Fernstraße Kiew – Schytomyr. Von Kiew aus gelangt man mit Bussen und dem Auto dorthin, zudem werden organisierte Tagestouren angeboten. Das Schloss befindet sich in der Pletenezkyj-Straße am Teich von Myka.
Mitzubringen
- warmes Schuhwerk – es ist viel Gehen auf dem Gelände erforderlich;
- Thermoskanne mit heißem Tee – zum Aufwärmen zwischen den Fotoshootings;
- Ersatzakkus – in der Kälte entlädt sich die Technik schneller;
- Kameraschutz – gegen Schnee und Feuchtigkeit;
- Thermokleidung – falls ein längerer Spaziergang geplant ist.
Tipps für Fotografen: So gelingt das perfekte Winterfoto
Technische Empfehlungen
Kameraeinstellungen:
- ISO: 100–400 bei guter Beleuchtung;
- Blende: f/8–f/11 für Landschaften, f/2.8–f/5.6 für Portraits;
- Belichtungszeit: nicht länger als 1/125 s, wenn es schneit;
- Belichtungskorrektur: +0,3 bis +0,7, da der Schnee den Belichtungsmesser „täuscht“.
Beste Aufnahmezeit:
- Morgen (8:00–10:00 Uhr): weiches Licht, wenige Menschen, frischer Schnee;
- goldene Stunde (16:00–17:30 Uhr): warmes Seitenlicht betont die Textur;
- Dämmerung (17:30–18:30 Uhr): eingeschaltete Schlossbeleuchtung, „blaue Stunde“.
Bildkomposition:
- verschneite Zweige als natürlichen Rahmen nutzen;
- Spiegelungen im Wasser am Ufer suchen;
- aus niedriger Perspektive fotografieren, um die Erhabenheit des Schlosses zu betonen;
- eine Person als Größenvergleich ins Bild einbinden.
Nachbearbeitung von Winterfotos
- erhöhen Sie die Belichtung leicht – der Schnee sollte nicht grau sein;
- fügen Sie den Schatten blaue Töne hinzu, um die Kälte zu unterstreichen;
- erhöhen Sie die Klarheit und Struktur – so kommen die Details im Schnee zur Geltung;
- arbeiten Sie mit dem Weißabgleich, um einen Gelbstich des Schnees zu vermeiden;
- nutzen Sie eine Vignettierung, um das Schloss in den Fokus zu rücken.
Was es in der Nähe zu entdecken gibt
Die Ufer von Myka und Teteriw. Radomyschl liegt an der Mündung der Myka in den Teteriw. Im Winter sehen die Uferweiden im Schnee märchenhaft aus, und ein Spaziergang am Wasser ergänzt den Besuch des Schlosses perfekt.
Der alte jüdische Friedhof – eine Erinnerung an die große jüdische Gemeinde, die jahrhundertelang in Radomyschl lebte. Ein Ort des Gedenkens und der Besinnung.
Die Wälder des Schytomyrer Polesiens. Nur wenige Kilometer von der Stadt entfernt beginnen die Kiefernwälder – die Winterlandschaften hier wirken wie aus den Märchen der Brüder Grimm.
Interessante Fakten über das Schloss Radomyschl
- Alte Wurzeln: An dieser Stelle entstand in den Jahren 1612–1615 eine Papierfabrik, gegründet von Helyssij Pletenезkyj.
- Papier der Lawra: Die Papierfabrik von Radomyschl versorgte die Druckerei des Kiewer Höhlenklosters mit Papier.
- Einzigartige Sammlung: Das Museum für ukrainische Hausikonen umfasst mehr als 5.000 Ikonen und Skulpturen.
- Neues Leben für Ruinen: Das Schloss entstand aus einer verlassenen Mühle aus dem Jahr 1902, die in den Jahren 2007–2011 wiederaufgebaut wurde.
- Geheimnisse des Untergrunds: Der Legende nach führen Tunnel vom Schloss zu anderen Teilen der Stadt.
Das Schloss Radomyschl im Wintergewand ist eine einzigartige Gelegenheit, Kultururlaub, Fotoshooting und das Eintauchen in die Geschichte miteinander zu verbinden. Verschneite Ufer, das erhabene architektonische Ensemble, eine wertvolle Ikonensammlung und eine gemütliche Atmosphäre machen diesen Ort ideal für eine Winterreise.
Warum es sich lohnt, gerade im Winter zu kommen: weniger Touristen – man kann die Ruhe genießen; der Schnee verleiht jedem Foto etwas Märchenhaftes; drinnen ist es gemütlich im Kontrast zur Kälte draußen; Weihnachtsfeiertage und -traditionen schaffen ein lebendiges kulturelles Umfeld.
Das Schloss Radomyschl im Winter ist nicht nur ein touristisches Ziel, sondern eine Gelegenheit, Geschichte zu berühren, Kunst zu genießen und unvergessliche Erinnerungen in der Atmosphäre eines echten Wintermärchens zu schaffen.